Sikorski
"Am Beginn steht ein mysteriöses, Fragen stellendes Präludium, in dem die wichtigsten Bezugspunkte der gesamten Sonate vorgestellt werden. Das folgende Allegro moderato ist kontrastreich dramatisch und enthält eine melancholische Pizzicato-Sektion. Der zweite Satz beginnt, als würde er durch übereinander geschichtete Erinnerungswolken gehört. Er könnte an etwas Folkloristisches oder an ein Schlaflied erinnern, das durch Labyrinthe und Spiegel der Erinnerung zieht. Der dritte Satz ist energisch und brutal und erinnert mich irgendwie an ein uraltes Ritual. Das Zwischenspiel zwischen dem dritten und vierten Satz ist eine nostalgische Reminiszenz an die verlorene Klangwelt des Barock - es verschwindet im obsessiven Vivo des vierten Satzes. Dieser ist ein feuriger Tanz, der auf demselben Material wie das Präludium basiert. Alle Sätze werden ohne Unterbrechung gespielt."
(Lera Auerbach)