Je suis l’idée maîtresse
(2026)3(II=picc,III=afl).2.corA.2.bcl.2.dbn-4.3.2.1-timp.perc(3):3tam-t/BD/cym/2susp.cym/wdbl/tgl/whip-harp-strings(db 5-stringed)
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Bote & Bock
Die personifizierte Idee – vielleicht ja die vielbesungene, traditionell immer küssende Muse – fordert den untätigen, ideenlosen Menschen, dem sie sich selbst bestimmt hat, heraus, mit ihrer Hilfe tätig zu werden und das zu vollbringen, von dem er nicht einmal träumte.......
Sie scheint über ihre Wahl zuweilen selbst erstaunt, denn zu wenig tauglich sind Gesundheit und Nerven des Auserwählten. Aber sie ist sich sicher, dass eben diese Unzulänglichkeiten es sind, die ihrer Mission dienen.....
Ein bemerkenswerter, auf mich durchaus auch ironisch wirkender Text von Paul Valéry, der sich in der unübersichtlichen Sammlung der „Cahiers“ findet, aber auch in der „Poésie Brute“.
Nach der reflexiven Szene Ein Brief mit einem Text von Hugo von Hofmannsthal (2019) ist „Je suis l’idée maîtresse“, Scène réflexive pour mezzo-soprano et orchestre ein zweiter Versuch eines imaginierten Theaters, bei dem eine szenische Realisierung denkbar, aber durchaus nicht zwingend ist.
Manfred Trojahn, März 2026