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Johannes Kalitzke ist ein gesuchter Dirigent bei diversen Festspielen Neuer Musik * dadurch "Wechselwirkung zwischen Interpretation... und dem eigenen Schaffen", die der Komponist als "äußerst konstruktiv" empfindet * Kalitzke sucht Verbindung von Szene und Elektronik und erreicht einen hohen Verschmelzungsgrad realer und elektronischer Klänge * Annäherung von historischen und zeitgenössischen Klangwelten, etwa in Schuberts Traum (1999), wo die persönliche Ebene - eine Tagebucheintragung Schuberts - anhand von Zitaten mit einer gesellschaftlichen Ebene - die Rolle des Künstlers in seiner Welt - verbunden wird * Kalitzkes moderne Klangsprache ist intensiv und gleichzeitig überraschend zugänglich, da der Künstler lebendige Erfahrung in seine Werke miteinbringt * gedankliche Ausgangspunkte, etwa aus der Literatur wie im Kafka-Komplex (1989–2006), entfalten sich auf dichte, expressive Weise

Werkauswahl Johannes Kalitzke:
Story Teller (2015-16) für Violoncello und Orchester
Pym (2014) Oper nach E. A. Poe
Die Weber (2011) Stummfilmmusik
Six Covered Settings (1999/2000) für Streichquarrett

Ausblick: seine neue Oper Kapitän Nemos Bibliothek erlebt ihre ersten Aufführungen bei den Schwetzinger (UA 1. Mai) sowie den Bregenzer Festspiele (Juli)

"Kalitzkes Partituren sind transparent im Klang, wohl artikuliert, mit Sinn für neue Farben instrumentiert; was sich auf den ersten Blick als Raffinement ausnimmt, erweist sich in Hinsicht auf den gedanklichen Ausgangspunkt als ungewöhnlich konzentriert und expressiv." – Hartmut Lück, Klassik heute

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